Inhaltsverzeichnis von Informationen zu Schließanlagen

 
 

Was ist eine Schließanlage?

Eine Schließanlage ist, je nach Umfang, ein mehr oder weniger komplexes System unterschiedlicher Schließzylinder. Es gibt sie in zahlreichen unterschiedlichen Varianten, darunter etwa Hauptschlüsselanlagen, Zentralschlossanlagen oder General-Hauptschlüsselanlagen.

In größeren Unternehmen recht verbreitet ist letztere Schließanlage. Sinn und Zweck einer Schließanlage ist es, den Organisationsbedarf zu reduzieren. Personen, die Zugang zu vielen unterschiedlichen Türen innerhalb eines Gebäudes benötigen, brauchen durch eine Schließanlage nur einen Schlüssel. Dies ermöglicht auch eine sehr exakte Kontrolle darüber, welche Personen zu welchen Räumen Zugang bekommen. Entsprechend gravierend kann der Verlust eines wichtigen Schlüssels sein, der bis zum Austausch der gesamten Schließanlage führen kann.

 

Schließanlagen: Arten und Typen

Verbreitet sind drei unterschiedliche Typen an Schließanlagen, die in zwei Oberkategorien eingeteilt sind. Der Übersicht halber haben wir sie in die folgenden Punkte eingeteilt und gehen auf die unterschiedlichen Vor- und Nachteile im Detail ein. Zu beachten ist dabei, dass es keine „beste Schließanlage“ gibt. Jedes System bietet eigene Stärken und Schwächen. In Unternehmen gilt daher, die für den jeweiligen Einsatzzweck bestmögliche Schließanlage zu finden (welche letztendlich auch in das Budget des Betriebs passen muss). Die folgenden Schließanlagen sind somit nicht nach ihrer Qualität geordnet, sondern befinden sich in zufälliger Reihenfolge. Sehen wir uns zunächst die beiden übergreifenden Schließsysteme an:

 

Mechanische Schließanlagen im Detail

Wie der Name schon sagt, arbeiten diese Schließanlagen vollständig mechanisch. Der Zugang zu diversen Räumen und Gebäuden geschieht über einen herkömmlichen Schlüssel. Durch Schlüsselsysteme mit hierarchischen Strukturen – wie etwa beim eingangs erwähnten General-Hauptschlüsselsystem – ist es möglich, Berechtigungen für einzelne Personen über den Schlüssel zu definieren. Beispielsweise könnte die Unternehmensführung mit ihrem Schlüssel Zugang zu jedem Raum im gesamten Gebäude bekommen. Einfache Mitarbeiter aus einer bestimmten Abteilung hingegen erhalten ebenfalls nur einen einzigen Schlüssel, dieser würde jedoch nur Zugang zu den Räumen ihrer Abteilung gewähren. Dazu kämen weitere Zugangsberechtigungen für Räume wie das WC, den Hinterausgang oder vielleicht Kellerräume. Letztendlich erlauben Schließanlagen dieser Art eine genaue Einteilung der

Zugangsberechtigungen, ohne für Mitarbeiter unzählige Schlüssel ausgeben zu müssen. Im Vergleich zur digitalen Schließanlage, die im nächsten Abschnitt folgen wird, ist die mechanische Schließanlage eine verhältnismäßig einfache Variante. Verschiedene Schlüsselprofile und Zylinder kommen zum Einsatz und jeder Schlüssel wird für bestimmte Zylinder registriert. Ein großer Nachteil geht damit ebenfalls einher: Änderungen am Schließplan können meist nur durch Umbauarbeiten vorgenommen werden. Beispielsweise müssen komplette Zylinder ausgetauscht werden, wenn sich die Berechtigungen ändern. Das kann, je nach Größe des Unternehmens, teuer werden. Auch verlorene Schlüssel stellen ein großes Problem dar, da diese (je nach Berechtigung) Zugang zum gesamten Gebäude gewähren könnten. Auch in diesem Fall ist ein Austausch der betroffenen Zylinder unumgänglich.

 

Der Vergleich zur digitalen Schließanlage

Moderne digitale Schließanlagen offenbaren auf den ersten Blick zahlreiche Vorteile gegenüber der mechanischen Variante. Der Zugang geschieht nicht über einen Schlüssel, der in einen einfachen Zylinder gesteckt wird, sondern über ein digitales Transpondersystem. Wie diese im Detail aussehen, unterscheidet sich nach Art der Schließanlage.

Mit dem digitalen Schlüssel öffnen die Mitarbeiter in einem Unternehmen anschließend diejenigen Türen, für die sie eine Zugangsberechtigung haben. Digitale Schließanlagen bieten dann folgende Vorteile:

  • Verliert ein Mitarbeiter einen Schlüssel, kann die Zugangsberechtigung für exakt diesen Schlüssel in der Software der Schließsysteme entfernt werden. Ein Verlust des Schlüssels führt also keineswegs dazu, dass unbedingt ein Austausch von Zylindern erfolgen muss.
  • Moderne digitale Schließanlage sind mit Protokollsystemen ausgestattet. Diese erlauben eine einfache Überwachung wichtiger Bereiche in einem Gebäude. Beispielsweise lässt sich damit einfach herausfinden, welcher Schlüssel zu welcher Uhrzeit welches Schloss geöffnet hat. Gerade bei Strafangelegenheit wie Diebstählen sind diese Systeme sehr hilfreich.
  • Ändert sich die hierarchische Struktur in einem Unternehmen, lassen sich die Berechtigungen innerhalb der Software der Schlösser ändern. Ein Mitarbeiter, der vielleicht befördert wird und Zugang zu neuen Räumen erhält, kann seinen Schlüssel behalten. Innerhalb des Schlüssels werden die Zugangsberechtigungen angepasst, wodurch viel Aufwand gespart wird.
  • Für höhere Ansprüche existieren beispielsweise digitale Schließanlagen, die sich in Zeitzonen einteilen lassen. Denkbar wäre es etwa, den Zugang zum Gebäude von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr komplett zu blockieren. Durch die Software dieser Systeme sind diese Einstellungen frei wählbar.
  • Kopien der Schlüssel anzufertigen, ist nicht möglich. Da alleine der interne Transponder dieser Schlüssel dafür verantwortlich ist, den Zylinder zu betätigen, ist eine Kopie ohne jenen Transponder nichts wert. Dieser lässt sich jedoch nicht vervielfältigen – ein idealer Kopierschutz. Auch die Sicherheit gegenüber Einbrüchen und Diebstählen steigt dadurch.
  • Digitale Schließanlagen bieten offensichtlich zahlreiche Vorteile gegenüber der mechanischen Variante. Gleichzeitig sind sie jedoch teurer hinsichtlich der Installation und der Instandhaltungskosten, wodurch sich diese Systeme nicht für jedes Unternehmen eignen.
 

Spezifische Schließanlagen

In den folgenden drei Punkten sehen wir uns einige verbreitete Schließanlagen an:

 

Zentralschließanlagen

Bei einer Zentralschließanlage schließen alle Schlüssel eine oder mehrere Türen, ein Zentralschlüssel die komplette Anlage. Beispiele dafür sind Mehrfamilienhäuser, in denen die Bewohner neben ihrer eigenen Wohnungstür die gemeinsame Haustür, Kellersicherheitstür oder den Zugang zum Speicher öffnen können, jedoch keine fremde Wohnungstür. Dagegen hat beispielsweise der Hausmeister einen Zentralschlüssel, mit dem er jede Tür des Hauses öffnen kann. Eine Kombination von Zentralschließanlagen mit Hauptschlüsselanlagen ist möglich.

Wie bei allen Schließanlagen gilt auch hier, dass der Verlust eines Zentralschlüssels offensichtlich schwerwiegende Folgen haben kann. Im genannten Beispiel eines Mietshauses ist daher sofort der Vermieter zu informieren, da alle betroffenen Zylinder gewechselt werden müssen. Selbstverständlich sind Zentralschließanlagen nicht auf den Einsatz in Mietshäusern beschränkt. Sie können überall dort zum Einsatz kommen, wo dieses System für den geplanten Einsatzzweck vorteilhaft erscheint.

 

Hauptschlüsselanlagen

Die Einzelschließungen bei Hauptschlüsselanlagen sind dem Hauptschlüssel untergeordnet. Das hierarchische System erlaubt beispielsweise die Öffnung einzelner Türen, aber es existieren nicht zwingend Zentralschlösser, die von allen Einzelschlüsseln geschlossen werden können. Dafür gibt es einen Hauptschlüssel, der seinerseits alle Schlösser der Einrichtung schließen kann. Typische Anwendungsbeispiele sind kleinere Unternehmen mit individuell verschließbaren Einzelbüros der Mitarbeiter und einem Geschäftsführer, der alle Räume öffnen kann, Schulen oder auch Universitäten.

Verantwortungen lassen sich durch dieses Schließsystem einfach zuweisen. Professoren, die an der beispielhaften Universität lehren, könnten einen untergeordneten Schlüssel erhalten. Um die Verriegelung des Haupteingangs und der Nebeneingänge kümmert sich hingegen anderes Personal. Verliert einer der Professoren den Schlüssel, ist der Schaden überschaubar, da ohnehin kein Zugang zum Gebäude möglich wäre.

 

Generalschlüsselanlagen

Das ausgedehnteste Hierarchiesystem bilden Generalschlüsselanlagen mit mindestens drei unterschiedlichen Schlüsselvarianten. Neben Einzelschlüsseln, die jeweils eine Tür oder mehrere gleichartige Schlösser öffnen, existiert ein Gruppenschlüssel für alle diese Einzelschlösser, der seinerseits aber keine weiteren Schlösser bedienen kann. Darüber hinaus gibt es einen Generalschlüssel für jedes Schloss im Haus. Weitere Zwischenebenen sind denkbar. Mit zunehmender Abnahme in der Hierarchiestufe steigt für gewöhnlich auch die Anzahl der Schlüssel, die Mitarbeiter mitnehmen müssen. 

Das klassische Beispiel sind Hotels mit Einzelzimmerschlüsseln, Etagenschlüsseln und Generalschlüssel, aber auch größere Unternehmen.

Offensichtlich wäre der Verlust oder Diebstahl des Generalschlüssels eine Katastrophe. Entsprechend hoch sind die Kosten, die dadurch entstehen. Innerhalb von Unternehmen existieren daher Versicherungen gegen den Verlust dieses Schlüssels (aber auch von anderen, untergeordneten Schlüsseln).

Aufgrund der Komplexität von Generalschlüsseleinlagen kommen diese ausschließlich in den genannten, großen Gebäuden zum Einsatz. Ob es sich dabei um mechanische oder digitale Schließanlagen handelt, ist nebensächlich. Die prinzipielle Funktionsweise bleibt in beiden Fällen identisch.

 

Bedeutung des Schließplans

Für Schließanlagen, die komplexer sind als diejenigen eines einfachen Mietshauses, wird in der Regel ein Schließplan erstellt. Darin vermerkt sind etwa die Zuordnung von Schlüsseln und Zylindern oder auch die Bauform der Schlüssel. Dazu kommen Registriernummern, die einzelne Schlüssel nochmals den entsprechenden Schlössern zuordnen. Diese Informationen sind für die Nutzer der Schließanlagen im Normalfall unerheblich. Für Unfälle, wie vielleicht bei einem Brand, helfen sie jedoch der Feuerwehr, schnellen Zugang zu bestimmten Räumen zu erhalten. Gerade in größeren Objekten wäre ein schnelles Bereitstellen der passenden Schlüssel sonst gar nicht möglich. Bei den hierarchisch aufgebauten Systemen wie der Generalschlüsselanlage werden diese Diagramme für gewöhnlich auch in dieser Struktur dargestellt. Dadurch ist sehr schnell ersichtlich, welche Schlüssel für welche Zylinder zuständig sind. Bei großen Immobilien (Krankenhäuser, Flughäfen, Unternehmensgebäude, Universitätskomplexe) kann der Schließplan enorme Ausmaße annehmen.

 

Hersteller von Schließanlagen

 

ABUS – August Bremicker Söhne KG

 

Kurze Geschichte des Unternehmens

ABUS ist die Abkürzung für "August Bremicker und Söhne". Unter dieser Bezeichnung wurde das deutsche Unternehmen für Sicherheitstechnik im Jahr 1924 von August Bremicker und seinen Söhnen im Dörfchen Volmarstein an der Ruhr gegründet. Heute firmiert es unter dem Namen August Bremicker Söhne KG und ist weiterhin in Familienbesitz.

Sein Geschäftssitz befindet sich in Wetter an der Ruhr, einem Ort in der Nähe von Dortmund. Der einstige Hersteller von geschmiedeten Vorhängeschlössern beschäftigt heute in diversen Niederlassungen 3.500 Mitarbeiter weltweit.

 

ABUS Schließanlage

Schließanlagen von ABUS sind seit 60 Jahren bekannt für ihre hochwertige Verarbeitung. Dabei erledigt der Hersteller aus Deutschland nahezu jeden Fertigungsschritt im eigenen Hause. Dazu produziert er praktisch alle Kleinteile selbst und beherrscht auch die Veredelung der Produktoberflächen mit Verfahren der Galvanik.


Selbstredend montiert ABUS seine Schließanlagen auch selbst. Danach kommen die Produkte aus Wetter in den eigenen vier Wänden genauso zum zuverlässigen Einsatz wie in ausgedehnten Bauten.
Die robusten ABUS Schließsysteme schützen Güter und Menschen und lassen sich in ein vernetztes Management von Gebäuden integrieren. Dazu tragen zentrale Schlossanlagen bei wie auch sogenannte General-Hauptschlüsselanlagen. Insgesamt finden sich Produkte von ABUS in vielen Ländern weltweit.

 

EVVA Sicherheitstechnik GmbH

 

Zum Unternehmen

Im Jahr 1919 gründeten drei österreichische Ingenieure das Familienunternehmen EVVA. Die Abkürzung steht für "Erfindungs-Versuchs-Verwertungs-Anstalt" und ist auch heute noch das Motto des einstigen Herstellers von Sicherheitszylinder-Kastenschlössern. 1937 erhielt EVVA das erste Patent auf seine selbst produzierten Zylinder-Vorhängeschlösser.

Heute hat das Unternehmen mehr als 850 Mitarbeiter und diverse Niederlassungen in 9 Ländern. Es gehört zu den europaweit führenden Herstellern von mechanischen und elektronischen Sicherungssystemen. Seine deutschen Niederlassungen befinden sich in Leipzig, Krefeld und Berlin.

 

Schließanlage von EVVA

Das Unternehmen aus Krefeld EVVA bietet vier wesentliche Klassen hochwertiger Schließanlagen. Dabei deckt jeder Typ besondere Herausforderungen des jeweils zu sichernden Objekts ab.

Die sogenannte General-Hauptgruppenschlüssel-Anlage bedient verzweigte und hierarchische Strukturen großer Unternehmen und anderer Organisationen. Dazu fasst der Generalhauptschlüssel alle Hauptgruppen und deren zugehörige Gruppen zusammen.

Die Hauptschlüssel-Anlage hingegen meint ein System, bei dem einzelne Zylinder auf individuell verschiedene Arten schließen. Alle Schlösser der Anlage lassen sich dabei über den Hauptschlüssel bedienen. Damit eignet sich dieser Anlagentyp besonders fürs Gewerbe.

Weiterhin weist die sogenannte Zentralschlossanlage einen technischen Hauptschlüssel auf, was diesen Systemtyp für den Einsatz in Wohnhäusern empfiehlt. Dabei lassen sich die individuellen Wohneinheiten mit Zylindern verschließen, die jeder für sich nach einer eigenen Technik arbeiten können. Besitzer oder Mieter einer solchen Wohnung können so zum Beispiel neben ihrer Wohnungstür auch die Eingangstür der Wohnanlage öffnen. Obendrein mag ein Hauptschlüssel zusätzlich auch Räume im Wohnkomplex schließen, die technischen Zwecken dienen.

 

KESO

 

Über den Sicherheitstechnik-Hersteller KESO

KESO ist der Name eines schweizerischen Unternehmens, das in Richterswil am Zürichsee modernste Schließanlagen produziert. Alle Sicherheitslösungen, die KESO seinen Kunden anbietet, sind jederzeit um zusätzliche elektronische und mechatronische Teile erweiterbar. KESO Produkte und Sicherheitslösungen werden von der im Jahr 1994 gegründeten finnischen ASSA ABLOY Unternehmensgruppe angeboten.

Das aus der Fusion der schwedischen Sicherheitstechnik -Firma ASSA mit dem finnischen Unternehmen ABLOY entstandene ASSA ABLOY ist derzeit internationaler Marktführer im Bereich des gewerblichen und privaten Objektschutzes. Darüber hinaus bietet es seine Sicherheitsanlagen auch öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern und Behörden an.

In Deutschland ist der Anbieter durch die ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH mit Geschäftssitz im schwäbischen Albstadt vertreten.

 

Produkte der KESO Sicherheitstechnik

KESO Zylinder sind weltweit bekannt und zählen zu den sichersten mechanischen Türschlössern überhaupt. Sie bieten mehrfachen Schutz vor unerlaubtem Kopieren: Der Sicherungsschein weist nur seinen Besitzer als Zugangsberechtigten aus.

Darüber hinaus wird ihre hohe Sicherheit durch verschiedene Bohrlinien, exakte Stufenbohrungen und integrierte Spezialfedern gewährleistet. So können KESO Türzylinder von Einbrechern nicht herausgezogen, aufgebohrt oder abgebrochen werden.

KESO Schließsysteme werden je nach Bedarf als einfachere, aber dennoch sichere Schließanlagen oder als Hochsicherheitsausführungen installiert. Sie werden vor Ort an die jeweilige Türdicke angepasst, sodass jedes KESO Zylinder-Modell prinzipiell für jede Art von Tür geeignet ist.

 

CES

 

Wissenswertes zum Unternehmen

CES wurde im Jahr 1840 im deutschen Velbert von dem Schlossermeister Heinrich Schulte als Schlossmacher-Werkstatt gegründet. Im Jahr 1857 übernahm der Sohn des Geschäftsgründers, Carl Eduard Schulte, die Handwerksfirma von seinem Vater und führte sie als Familienbetrieb weiter. Er benannte sie nach den Anfangsbuchstaben seines Namens.

1888 zog CES an den noch heute bestehenden Firmensitz in Velbert um. Das Unternehmen machte mit seiner im Jahr 1934 im neu errichteten Gebäude der Kölner Universität installierten Schließanlage Schlagzeilen: Sie verfügte über einen General-Hauptschlüssel, der insgesamt 867 Zylinder öffnete. Damit war die Schließanlage eines der weltweit umfangreichsten und technisch kompliziertesten Sicherungssysteme.

CES war seinerzeit das erste deutsche Unternehmen für Sicherheitstechnik, das Türzylinder industriell produzierte. Heute ist die CES Gruppe, die ihren Hauptsitz immer noch in Velbert hat, ein führender Hersteller von Zugangskontroll-Systemen.

 

Schließanlagen der CES Gruppe

Schließzylinder von der CES-Gruppe zeichnen sich durch eine hohe Genauigkeit ihrer Mechanik aus. Dabei sorgen bei manchen Produkten weit über hundert einzelne Komponenten für hohe Sicherheit und Bequemlichkeit.

CES Schließanlagen sorgen täglich in ungezählten Wohnungen, Hotels und Stadien sowie weiteren Örtlichkeiten für zuverlässige Zugangskontrolle. Insgesamt bietet CES für eine große Zahl verschiedenster Anforderungen passgenaue Lösungen.

So finden sich die Schließsysteme aus Velbert weltweit, auch in Objekten enormen Ausmaßes, wie etwa besonders hohen Bürobauten im Nahen Osten oder dem Berliner Reichstag.

 

iLOQ Ltd.

 

Informationen zum Unternehmen

Das innovative Greentech-Unternehmen wurde im Jahr 2003 von dem finnischen Schließanlagen-Experten Mika Pukari gegründet. Es entwickelt und installiert ausschließlich digitale Schließsysteme mit eigener Energieerzeugung. In Deutschland ist es in Düsseldorf mit einer Niederlassung vertreten. Wegen seiner revolutionären Sicherheitstechnologie wurde iLOQ bereits mit diversen internationalen Preisen ausgezeichnet.

 

iLOQ Systeme

2007 erregte das finnische Startup weltweit Aufsehen, als es den ersten digitalen Türzylinder vorstellte, der ohne Batterien und Strom geöffnet werden konnte. Das iLOQ S10 bezog die zum Öffnen der Tür benötigte Energie lediglich aus dem Einführen des Schlüssels in das Türschloss.

Das S10 ermöglicht ein komfortableres und sichereres Verwalten der Zutrittsberechtigungen als die herkömmlichen mechanischen Schließsysteme: Hat man seinen Schlüssel verloren, muss man keinen Türzylinder austauschen, sondern ändert einfach digital die Programmierung (Zutrittsberechtigung).

Auch auf der CeBIT 2016 machte das Unternehmen wieder auf sich aufmerksam: Es stellte das weltweit erste NFC Zutrittssystem vor, das zur Stromversorgung weder auf Stromkabel noch auf Batterien angewiesen ist.

Das smarte iLOQ Schloss benötigt nur das Smartphone als Schlüssel, das zugleich den zum Öffnen benötigten Strom liefert (NFC-Induktion). Dazu hält man sein Handy einfach an das iLOQ Schloss. Die zur Informationsübertragung benötigte Zentraleinheit befindet sich entweder im Türzylinder oder in der Tür.

Vor allem bei vielen Zutrittsberechtigungen ist das ab Herbst 2016 erhältliche Schließsystem kostengünstig: Man benötigt dafür keine teuren Verkabelungen oder regelmäßige Batteriewechsel. iLOQ NFC bietet ein hohes Maß an Sicherheit und eine komfortable Echtzeit Verwaltung der Zugangsberechtigungen: Verlorene "Schlüssel" werden sofort aus dem System gelöscht.

Die Verwaltung der Zugangsberechtigten erfolgt über den iLOQ Manager, einen Cloud Service. Das neue iLOQ NFC funktioniert auch in problematischen Umgebungen einwandfrei. Staub und schlechtes Wetter können ihm nichts anhaben. Weiterer Pluspunkt: Herkömmliche iLOQ Schlösser lassen sich ohne viel Aufwand mit dem innovativen System aufrüsten.

Die iLOQ App funktioniert aktuell nur mit Android Handys, soll später aber auch mit iPhones nutzbar sein. Andere Handy-User verwenden die iLOQ Fob.

Die digitale Schließanlage ist vor allem für Geschäftshäuser und größere Wohnkomplexe optimal geeignet. Als Zylinder verwendet man die iLOQ Ovalzylinder oder iLOQ Europrofil-Zylinder. Außerdem kann man an sie auch Rohrtresore und Möbel anschließen.

 

Elektronische Schließanlagen

 

Was sind elektronische Schließanlagen?

Anders als mechanische oder mechatronische Schließanlagen nutzen elektronische (oder digitale) Schließanlagen die Funktionen moderner Technik. Anstelle eines einfachen Schlüssels, der in einen Zylinder gesteckt wird, arbeiten elektronische Schließanlagen mit einem Transpondersystem. Ähnlich wie ein Autoschlüssel, der die Autotür per Knopfdruck öffnet, muss der Anwender ebenfalls nur auf seinen Transponder drücken, um eine Tür zu entriegeln. Die Installation dieser Systeme ist für gewöhnlich teurer als bei rein mechanisch arbeitenden Schließanlagen. Insbesondere langfristig ergeben sich jedoch zahlreiche Vorteile, welche die höheren Kosten ausgleichen können. Aufgrund jener Kosten sind elektronische Schließanlagen praktisch ausschließlich in größeren Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen zu finden.

 

Funktionen und Vorteile elektronischer Schließanlagen

Rein funktionell unterscheidet sich eine elektronische Schließanlage nicht von den mechanischen Varianten. Auch hier gibt es etwa Zentral-, Haupt- oder Generalschließanlagen. Es stehen Schließpläne zur Verfügung, die in hierarchischen Systemen unerlässlich sind, um die Zugangsberechtigungen für die einzelnen Schlüssel zu prüfen. Das Prinzip hinter einer elektronischen oder mechanischen Generalschließanlage ist somit identisch, der Unterschied betrifft alleine die genutzte Technik (die im Fall der elektronischen Schließanlage deutlich moderner ist).

Zahlreiche Vorzüge machen die Installation einer elektronischen Schließanlage vor allem für große Gebäude wie Unternehmen oder Fachhochschulen, Universitäten, Krankenhäuser oder Bibliotheken interessant.

In mechanisch arbeitenden Schließanlagen ist ein hoher Aufwand inklusive Austausch von Schließzylindern notwendig, falls innerhalb von hierarchisch funktionierenden Schließplänen beispielsweise Zugangsberechtigungen geändert werden. Bei elektronischen Schließanlagen ist das nicht der Fall: Die Zylinder und Transponder können so umprogrammiert werden, dass Berechtigungen innerhalb kurzer Zeit neu verteilt werden. Ein Austausch von Geräten oder Zylindern ist nicht notwendig. Insbesondere in sehr großen Betrieben mit häufig wechselndem Personal ist dies ein entscheidender Vorteil, der nachhaltig Kosten senkt.

 

Vorteile der Schlüssel

Nicht nur die Schließanlagen selbst, auch die Schlüssel bieten diverse Vorteile. Unter anderem zählen dazu die folgenden Vorzüge:

  • Ein elektronischer Schlüssel kann nicht kopiert werden. Mechanische Schlüssel sind relativ einfach zu vervielfältigen. Bei elektronischen Modellen ist dies nicht möglich. Zwar könnte äußerlich ein exaktes Duplikat angefertigt werden. Um die Tür zu öffnen, ist jedoch eine Kopie des Transponderchips im Inneren notwendig – und dies stellt jeden Dieb vor eine technisch nicht lösbare Aufgabe. Gerade für sehr wichtige Bereiche innerhalb eines Gebäudes ist eine elektronische Schließanlage somit eine Überlegung wert.
  • Die Programmierung dieser Schlüssel erlaubt eine sehr exakte Anpassung an die Bereiche, die der Schlüsselträger betreten darf. Transponder dieser Art lassen sich auf bestimmte Zylinder programmieren, sodass auch nur Zugang zu diesen spezifischen Bereichen möglich ist. Bei mechanischen Schließanlagen werden Schlüssel häufig in Gruppen eingeteilt. Die Einrichtung dieser Gruppen ist zwar auch bei elektronischen Schließanlagen möglich, aber nicht zwingend vorgeschrieben.

Weiterhin wird gerade im Verlustfall deutlich, welche immensen Vorzüge die Verwendung elektronischer Schließanlagen mitbringen.

 

Verlust der Schlüssel

Bei der Verwendung einer mechanischen Schließanlage würde etwa der Verlust eines Generalschlüssels als Teil einer Generalschließanlage enorme Probleme und damit Kosten verursachen. Ausnahmslos alle Zylinder, die Teil dieses Systems sind, müssten ausgetauscht werden, um für die Sicherheit im Gebäudekomplex garantieren zu können. Je nach Komplexität des Schließplans verursacht dies Kosten im fünfstelligen Bereich. Durch eine elektronische Schließanlage lassen sich diese Nachteile vermeiden:

  • Verliert eine Person einen Schlüssel, lassen sich die Zugangsberechtigungen für diesen Schlüssel innerhalb der elektronischen Schließanlage entfernen. Ein Dritter könnte den Schlüssel somit zwar finden, allerdings wäre dieser nutzlos, da die Transponderfrequenz gesperrt und damit ein Zugang in keinem Fall mehr möglich wäre. Dies trifft auf Schlüssel jeglicher Ordnung zu: von hohen Generalschlüsseln innerhalb des Schließplans bis hin zu vergleichsweise unwichtigen Modellen.
  • Ein verlorener oder gestohlener Schlüssel lässt sich einfach nachmachen. Die Person, die den Schlüssel verloren hat, erhält einen neuen Transponder mit identischer Zugangsberechtigung. Dieser Prozess sollte in keinem Fall länger als wenige Tage dauern. Ein Schlüsselverlust ist innerhalb einer elektronischen Schließanlage somit vielleicht ärgerlich, aber niemals mit hohen Kosten verbunden (wie es in einem rein mechanischen System der Fall wäre).

Entspricht der Schlüsselverlust in einem mechanischen System einer mittelschweren Katastrophe, ist dasselbe Szenario durch eine elektronische Schließanlage deutlich entdivnter zu betrachten.

 

Vorteile hinsichtlich der Neuausstattung und Nachlieferung

Ein letzter Pluspunkt der elektronischen Schließanlagen ist die verhältnismäßig einfache Belieferung mit Zylindern und auch Komponenten wie den Schlüsseln. Salopp gesagt handelt es sich bei den Transpondern um ein Stück Kunststoff und ein wenig Silizium. Sie lassen sich in kurzer Zeit in extrem hohen Stückzahlen herstellen und an den geplanten Einsatzort transportieren. Selbst die Lieferung und Installation von Schließzylindern im vierstelligen Bereich wird nicht länger als einige Wochen dauern. Der gesamte Umbauprozess – wenn etwa von einem mechanischen zu einem elektronischen System gewechselt wird – belastet das Tagesgeschäft innerhalb eines Unternehmens somit kaum.

 

Fazit

Die großen Vorteile der elektronischen Schließanlagen sind Flexibilität und Sicherheit. Bei häufig wechselnden Zugangsberechtigungen und/oder einem Schlüsselverlust bieten diese Systeme immense Vorteile gegenüber ihren mechanischen Pendants. Höhere Kosten sind anfänglich der Nachteil dieser Schlüsselsysteme, die sich langfristig jedoch auszahlen sollten.

 

Schließanlage konfigurieren

Dank modernster Schließsysteme vom Profi bestimmen Sie mit der Konfiguration der Schließanlage, welche Personen, in dem von Ihnen gewünschten Gebäude, welche Räume betreten dürfen. Mit einem Generalschlüssel lassen sich alle Türen eines Gebäudes öffnen, während Gruppenschlüssel nur zu bestimmten Türen und Einzelschlüssel meist nur in ein Türschloss passen. Es ist also möglich, die Zugangsberechtigung mit Schließanlagen individuell festzulegen, Türschloss für Türschloss. Informieren Sie sich, welche Schließanlagen es gibt, wie Sie eine Schließanlage planen, was sie kostet und wie Sie in wenigen Schritten Ihre Schließanlage online bestellen!

 

Planung der Schließanlage

Jedes Haus, jedes Objekt ist anders. Wenn eine Schließanlage geplant und dann erstellt werden soll, dann muss zunächst einmal genau festgelegt werden, was und wie es gesichert werden soll.

Eine gute Schließanlage-Planung setzt eine gute Vorbereitung und einige Arbeiten voraus. Sie enthält Überlegungen wie: Welche Türen sollen wie abgesichert werden, sind zukünftig weitere Türen geplant? Wer soll einen Schlüssel dazu erhalten und an welchen Türen sollen diese passen? Auch die Vermessung der Türen, die in die Schließanlage integriert werden sollen, um die Zylinderlängen zu bestimmen, ist Teil eines durchdachten Schließanlage-Plans.

  1. Überlegen Sie sich in einem ersten Schritt, welche Bereiche Sie mit einer Schließanlage absichern möchten und beziehen Sie mögliche Erweiterungen in Ihre Überlegungen mit ein. Der Einsatz von Schließzylindern einer Schließanlage ist dabei nicht nur auf Türen begrenzt. Es ist darüber hinaus auch möglich, Terrassen- und Balkontüren, Fenster, Briefkästen und sonstige Schalteinrichtungen mit Schließsystemen zu sichern.

  2. Für die Konfiguration einer Schließanlage sollten Sie alle Türen vermessen, um die Zylindermaße bestimmen zu können. Dabei sollten Sie zwischen den Mindest-Außenmaßen und den Mindest-Innenmaßen differenzieren. Auch wenn Sie aktuell keine Maße für eine Konfiguration vorliegen haben, sollten Sie alle weiteren möglichen Türen ebenfalls notieren.

    Beim Messen des Zylinders werden die Innenlänge und die Außenlänge einschließlich des Beschlages gemessen. Sie allein sind entscheidend und nicht etwa die Gesamtlänge des Zylinders. Handelt es sich um Türbeschläge mit einer Ziehschutzrosette, wird diese nicht in die Messung einbezogen.

  3. Um die für Ihre Anforderungen passende Schließanlage zu finden, legen Sie in einem nächsten Schritt fest, welche Personen Zugang zu welchen Räumlichkeiten haben sollen.
    Achten Sie außerdem bei der Planung einer neuen Schließanlage darauf, dass die neuen Schlüssel möglichst nicht frei im Handel kopierbar sind und unbegrenzt nachgeliefert werden können.
 

Erstellung eines Schließplanes

Der erste Planungsschritt wird der Erstellung eines Schließplanes dienen. Alle möglichen Schließpositionen sind mit dem Auftraggeber zu besprechen und aufzuführen. Das fängt bei dem Tor zum Gelände an, geht über die Haustür, die Türen zu den einzelnen Bereichen und sogar zum Vorratskeller und den Garagen und Fahrradräumen. Der Schließplan ist also eine notwendige Voraussetzung für die Planung und Erstellung einer optimalen Schließanlage. Dabei soll nicht nur eine größtmögliche Sicherheit geschaffen werden, sondern auch ein möglichst komfortabler Zugang von einem Raum in den anderen ermöglicht werden. Hierzu ist es natürlich unabdingbar notwendig, dass sich der Ersteller der Schließanlage und der Auftraggeber vertrauensvoll zusammensetzen und gemeinsam planen. Der Ersteller wird seine Kenntnisse einbringen und der Auftraggeber seine Wünsche mitteilen. Gemeinsam werden beide Seiten einen Konsens finden, der den Wünschen des Auftraggebers weitestgehend entspricht.

Wenn dieser Konsens gefunden ist, wird bestimmt, welcher Bereich bzw. Raum von wem geöffnet werden darf, das heißt, es werden die einzelnen Gruppen festgelegt. Sicherlich macht es wenig Sinn, dass der Auszubildende, der schon früh am Tag im Betrieb ist, Zugang zu der Chefetage hat, die normalerweise erst später besetzt ist. Nach der Grobplanung eines Schließplanes wird also festgelegt, wie die einzelnen Bereiche zuzuordnen sind. Der Generalhauptschlüssel, der nur der Betriebsleitung vorbehalten bleibt, schließt alle Türen. Der Betriebsinhaber muss und möchte in der Lage sein, jede Tür seines Betriebes jederzeit zu öffnen. Er geht am Sonntag, wenn niemand außer ihm im Betrieb ist, von Platz zu Platz und überlegt, was er optimieren kann.

 

Feinplanung der Schließanlage

Nach der Grobplanung der Schließanlage ist eine Feinplanung notwendig. Hier wird der Berater mit seiner großen Erfahrung den Kunden beraten. Sollte der Kunde es wünschen, von Ferne per Mobiltelefon seine Schließanlage betätigen zu wollen, muss sichergestellt sein, dass die benötigten technischen Voraussetzungen vorliegen. Wenn der Kunde an der Haustür klingelt und der Ruf an das Mobiltelefon des Hausherrn weitergeleitet wird, dann muss dieser entscheiden können, ob er den Kunden per Fernöffnung in den Vorraum seines Hauses einlassen möchte.

Die Planung einer Schließanlage ist ein interessantes Unterfangen und verlangt von dem Planer die Kenntnis modernster Methoden.

 

Die verschiedenen Schließzylinder-Typen

Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Typen von Schließzylindern, die für unterschiedliche Zwecke ausgerichtet sind. Ein Schließzylinder besteht aus einem Zylinderschloss, das mittels eines Schlüssels betätigt werden kann und das meist aus einem Gehäuse und aus einem drehbaren Zylinderkern besteht. Dabei werden verschiedene Bauformen unterschieden, zu denen unter anderem Halbzylinder, Doppelzylinder und Knaufzylinder gehören.

Halbzylinder sind nur von einer Seite schließbar, während die andere Seite zehn Millimeter lang und ohne Funktion ist. Verbaut werden Halbzylinder zum Beispiel bei Garagen sowie Steuerungen für Alarmanlagen, für Tore, Aufzüge, aber auch für Fenstergriffe.

Doppelzylinder sind von beiden Seiten schließbar. Sie werden für Haustüren und Wohnungstüren ebenso verwendet wie für Panzerriegel und Querriegel sowie für Balkontüren unter der Voraussetzung, dass eine Pofilzylinder-Lochung vorhanden ist.

Knaufzylinder sind auf der einen Seite mit einem fest montierten Knauf versehen, während die andere Seite schließbar ist. Knaufzylinder eignen sich für Haustüren, wobei sie nicht empfehlenswert sind für Haustüren mit einem Glaseinsatz, was gleichermaßen für Wohnungstüren gilt.

Der Schließzylinder ist das Kernstück der Sicherheit eines Schlosses und der Türe. Die Sicherheit wird außerdem durch die Beschaffenheit des Schlüssels manifestiert. So kann er mechanische oder auch elektronische Codierungen aufweisen, die bedingt sind durch Einschnitte, Bohrmulden und das jeweilige Profil. Die Codierungen des Schlüssels werden im Schließzylinder abgefragt beziehungsweise abgetastet. Nur wenn das Profil des Schlüssels und die Profilierung des Schließzylinders übereinstimmen, kann der Schlüssel in den Schließzylinder eingeführt werden. Das gilt auch für die Einschnitte des Schlüssels. Wenn sie passgenau sind, ordnen sich die Stifte im Schließzylinder so an, dass der Kern gedreht und das Schloss geöffnet oder geschlossen werden kann.

 

Diese Funktionalitäten erfüllen Schließzylinder

Schließzylinder erfüllen bestimmte Funktionalitäten. Sie bieten Einbruchsicherheit, Aufsperrsicherheit und erfüllen eine Not- und Gefahrenfunktion.

Spezielle Schließzylinder bieten einen besonderen Schutz gegen Aufbohren, Herausziehen und Abbrechen. Mit einem speziellen Aufbohrschutz, einem Ziehschutz oder einer Kernziehsperre setzen sie den genannten Überwindungsmethoden ein hohes Maß an Widerstand entgegen. Darüber hinaus gibt es Schließzylinder, die Aufsperrsicherheit bieten. Damit ist der Widerstand gemeint, den ein Schließzylinder gegen Öffnungsversuche mit speziellen Sperrwerkzeugen bietet. Dafür verwenden Hersteller eine Reihe von technischen Vorkehrungen, zu denen parazentrische Schlüsselprofile, Hantelstifte und zusätzliche Sperrelemente gehören. Zu den neueren technischen Entwicklungen gehören mechatronische Schließzylinder, in die zum Schutz Elektronik und eine Batterie verbaut sind. Sie funktionieren über eine elektrische Verbindung zwischen Schlüssel und Schloss sowie durch die Übermittlung eines Codes, durch den das Schloss freigegeben wird. Schließzylinder mit einer speziellen Not- und Gefahrenfunktion verhindern ein unbeabsichtigtes Aussperren und ermöglichen in einer Notsituation eine Notöffnung des Schlosses. Sie sind mit der Bezeichnung „mit Gefahreinrichtung“ oder „mit Not- und Gefahrenfunktion“ oder auch mit dem Zusatz „beidseitig schließbar“ versehen.

 

Welche Schließanlage ist die richtige? - Die Wahl der passenden Schließanlagen

Bevor Sie eine Entscheidung bezüglich der für Sie passenden Schließanlage treffen, ist es wichtig, sich zu informieren. Deshalb werden Fragen wie „was ist eine Schließanlage?“ und „welche verschiedenen Grundtypen gibt es?“ nachfolgend beantwortet, um Ihnen die Informationen an die Hand zu geben, die Ihre Entscheidungsfindung leichter machen.

Eine Schließanlage besteht aus mehreren Schließzylindern, die in der Summe ein Schließsystem bilden. Dabei stehen die einzelnen Schließzylinder in einem funktionalen Bezug zueinander. Es werden verschiedene Grundtypen unterschieden, nämlich (1) Zentralschließanlagen, (2) Hauptschlüsselanlagen und (3) Generalhauptschlüsselanlagen, wobei auch Mischformen möglich sind.

 

Was ist eine Zentralschließanlage?

Eine Zentralschließanlage wird auch Zentralschlossanlage oder in Kurzform Z-Anlage genannt. Sie besteht aus einem oder mehreren Zentralschließungen, die mit allen Schlüsseln betätigt werden können. Häufig werden sie mit Einzelschließungen gekoppelt, die nur mit dem zugehörigen Schlüssel geschlossen werden können. Beispiele für Zentralschließanlagen sind Mehrfamilienhäuser. Während der Haupteingang und möglicherweise auch der Zugang zum Keller als Zentralzylinder ausgelegt sind, sodass mit allen Schlüsseln der Anlage der Zugang möglich ist, handelt es sich bei den Wohnungstüren um Einzelschließungen.

 

Was ist eine Hauptschlüsselanlage?

Im Gegensatz zu Zentralschließanlagen sind Hauptschlüsselanlagen, die auch HS-Anlagen genannt werden, hierarchisch aufgebaute Systeme. Auch hier gibt es Einzelschließungen, die jeweils ein Schloss oder auch mehrere gleichschließende Schlösser schließen. Daneben gibt es auch den einen oder anderen übergeordneten Schlüssel, der als Hauptschlüssel in alle Zylinder einer Schließanlage passt. Beispiele für Hauptschlüsselanlagen sind Schulen. Die Schlüssel für die einzelnen Klassenräume können zum Beispiel nicht den Haupteingang schließen. Anderes gilt, wenn der Zylinder als Zentralzylinder aufgebaut ist. Mit einem übergeordneten Schlüssel können alle Türen der Schließanlage geöffnet und geschlossen werden.

Eine Kombination aus Hauptschlüsselanlage und Zentralschlossanlagen sind Zentral-Hauptschlüsselanlagen, die in der Kurzform auch als Z/HS-Anlagen bezeichnet werden und die die Eigenschaften beider Schließsysteme in sich vereinen. Das bedeutet, dass alle Einzelschlüssel ein Zentralschloss schließen. Daneben gibt es auch einen Hauptschlüssel, der alle Schließzylinder öffnet und schließt. Beispiele für Hauptschlüssel-Zentralschlossanlagen (KHZ) sind Hotels, in denen die Gästeschlüssel das einzelne Zimmer und die Haustüre schließen, während die Hotelleitung oder der Zimmerservice über einen Hauptschlüssel verfügen, mit dem alle Schließzylinder betätigt werden können.

 

Was ist eine Generalhauptschlüsselanlage?

Eine Generalhauptschlüsselanlage kann auch als erweiterte Hauptschlüsselanlage bezeichnet werden, die durch zusätzliche Hierarchiestufen ergänzt wird. Bei einer Generalhauptschlüsselanlage gibt es Einzelschließungen, die in Gruppen zusammengefasst sind und denen jeweils Schlüssel zugewiesen werden. Das bedeutet, dass ein Gruppenschlüssel (GS) mehrere Einzelschließungen schließt. Die Gruppen werden wiederum in Hauptgruppen zusammengefasst, wobei der Hauptgruppenschlüssel (HGS) geeignet ist, Einzelschließungen aus mehreren Gruppen vorzunehmen. Nur der Generalhauptschlüssel (GHS), der häufig als Generalschlüssel bezeichnet wird, schließt alle Zylinder der gesamten Anlage. Zu finden sind Generalhauptschlüsselanlagen vor allem in großen Bürogebäuden und auch in großen Bildungseinrichtungen, zum Beispiel in Universitäten.

 

Was kostet eine Schließanlage?

Die Preise variieren je nachdem, ob Sie einzelne Schlösser oder das gesamte System austauschen oder eine neue Schließanlage konfigurieren möchten. Preisunterschiede gibt es auch bezüglich der Sicherheit. Je höher die Sicherheitsstufe, umso höher fallen auch die Preise aus. Schlüsselsysteme mit maximaler Kopierhemmung und einer sehr hohen Sicherheitsstufe bewegen sich pro Schließzylinder und Schlüssel im oberen zweistelligen Bereich. Haben Sie jedoch einen Schlüssel für eine größere, mechanische Schließanlage verloren, sind Kosten im unteren fünfstelligen Bereich durchaus im Bereich des Normalen. Schließlich müssen im Falle eines Schlüsselverlustes sämtliche Schließzylinder ausgetauscht werden, wobei die Nutzungsberechtigten jeweils neue Schlüssel erhalten. Hinzu kommen die Kosten für den Einbau der Schließzylinder.

Die Kosten einer Schließanlage richten sich also nach dem Schließsystem, der Anzahl der Schließzylinder und dementsprechend deren Anzahl von Schlüsseln sowie nach den Kosten des Einbaus oder Tausches.

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Bestehende Schließanlagen – Erweiterung oder Austausch?

Möglicherweise haben Sie ein Haus gekauft, ein Büro für Ihr Unternehmen gemietet oder ähnliche Immobilien übernommen. Im Interesse Ihrer Sicherheit sollten Sie jetzt die bestehende Schließanlage prüfen. Gerade bei älteren Objekten werden Sie wahrscheinlich auf einen schwachen Sicherheitsstandard stoßen. Mit ein wenig Glück stellt die bestehende Schließanlage Ihre Anforderungen jedoch zu 100 % zufrieden. In jedem Fall haben Sie drei Optionen, die unterschiedlich teuer sind und mit einem mehr oder weniger hohen Aufwand verbunden sind.

Ist die Schließanlage ausreichend modern und für Ihre Zwecke bestens geeignet, reicht es, Nachschlüssel für die Nutzung durch Sie, Ihre Familie oder auch Ihre Mitarbeiter zu bestellen. Welche Aspekte Sie dabei beachten müssen, klären wir in den folgenden Abschnitten. Vielleicht sind Sie mit der Schließanlage zufrieden, aber Sie möchten sie erweitern – wenn vielleicht die wirklich sicheren Schließzylinder nur in einem Teil des Gebäudes zum Einsatz kommen, aber Sie gerne überall für höchste Sicherheit sorgen möchten. Im schlimmsten Fall bietet die Schließanlage weder eine ausreichende Sicherheit noch einen angenehmen Komfort bei der Nutzung. Dann müssen Sie leider dafür sorgen, die Schließanlage komplett auszutauschen. Wir zeigen Ihnen, welche Kosten dabei auf Sie zukommen und welche Aspekte Sie vor der Entscheidung unbedingt beachten sollten.

Insgesamt hoffen wir, Ihnen einen sinnvollen, hilfreichen Überblick über Ihre Optionen bei einer bestehenden Schließanlage geben zu können.

 

Bestellung von Nachschlüsseln

Sind Sie mit der bestehenden Schließanlage einverstanden, müssen Sie sich „nur“ um die Bestellung von Nachschlüsseln kümmern. Dabei senden Sie den Schlüssel entweder per Post an einen Schlüsseldienst oder besuchen den Betrieb persönlich.

Bedenken Sie, dass nicht jeder Schlüssel einfach kopiert werden kann. Ein populäres Beispiel sind Zentralschlossanlagen für Mietshäuser: Die Einzelschließungen, die für gewöhnlich für die Wohnungen der Mieter genutzt werden, lassen sich problemlos vervielfältigen. Bei einer Hausübernahme könnten Sie also den neuen Mietern Schlüssel in einer beliebigen Anzahl zur Verfügung stellen, solange Sie mindestens über ein Original verfügen.

Bei den Zentralschließungen – wie etwa für die Haustür oder auch die Kellertür und einen eventuell vorhandenen Hinterausgang – müssen Sie eine Genehmigung vom Vermieter einholen, um Nachschlüssel erstellen zu lassen. Sind Sie dies selbst, haben Sie natürlich kein Problem. Ein einfacher Mieter könnte aber keinen Nachschlüssel dieser Art anfertigen lassen.

Schlüssel, die nicht ohne Genehmigung oder die Vorlage einer Berechtigungskarte nachgemacht werden können, sind normalerweise an einer eingravierten Nummer zu erkennen. Diese weist den Sicherheitsschlüssel einem bestimmten Zylinder zu. Insbesondere bei der Bestellung über das Internet müssen Sie dies unbedingt beachten: Senden Sie den Schlüssel ohne Genehmigung zum Schlüsseldienst, wird sich das Unternehmen weigern, den Schlüssel zu vervielfältigen (vorausgesetzt, es handelt sich um einen seriösen Schlüsseldienst). Legen Sie daher unbedingt die Genehmigung des Schlüsselinhabers bei.

Bei der Bestellung eines Nachschlüssels per Post sollten Sie außerdem vorsichtig sein: Nennen Sie als Versandadresse für die Nachschlüssel NICHT die Adresse, an der die Schlüssel später zum Einsatz kommen! Geht der Umschlag oder das Paket verloren und fällt in die Hände einer Person, die es mit geltendem Gesetz nicht zu genau nimmt, hat diese Person nicht nur zahlreiche Nachschlüssel in der Hand. Sie weiß sogar exakt, an welcher Adresse sie zum Einsatz kommen sollen. Um einen Austausch der gesamten Schließanlage (was sehr teuer werden kann) kommen Sie in diesem Verlustfall nicht herum. Nutzen Sie also unbedingt eine andere Adresse.

Letzter Tipp: Beim Versand Ihres Originalschlüssels verwenden Sie am besten gepolsterte Umschläge oder Pakete. Ein einfacher Briefumschlag etwa könnte sehr leicht reißen, wenn der Schlüssel auf dem Transport permanent am Papier reibt. Wickeln Sie den oder die Schlüssel ein und/oder versenden Sie sichere Versandumschläge.

 

Erweiterung einer bestehenden Schließanlage

Die Erweiterung einer Schließanlage ist ebenfalls möglich – andernfalls wäre der Einbau einer einzigen weiteren Tür immer mit immensen Kosten für einen kompletten Austausch der Schließanlage verbunden, was natürlich wenig sinnvoll wäre.

Um eine Schließanlage zu erweitern, ist Planung jedoch das A und O. Gerade bei hierarchisch aufgebauten Schließanlagen (Hauptschlüsselanlagen oder auch Varianten mit Generalschlüssel sowie Zentralschlüssel) ist es wichtig, dass Sie am besten den gesamten Schließplan beachten, bevor Sie sich um die Erweiterung einer bestehenden Schließanlage kümmern.

Denn: Die teilweise komplexen Schließanlagen verfügen über diverse Schlüsselgruppen, die jeweils für eigene Türen (und die hierarchisch gesehen „niedrigeren“ Zylinder) geeignet sind. Erweitern Sie jetzt diese Schließanlage, müssen Sie sichergehen, dass die von Ihnen gewünschten Schlüssel auch wirklich in die vorgesehenen Zylinder passen. Sonst droht Chaos – weshalb es so wichtig ist, den Schließplan vor einer hastigen Erweiterung der bestehenden Anlage zu konsultieren.

Kennen Sie sich mit Schließanlagen generell weniger gut aus – was keine Schande ist – raten wir Ihnen dazu, sich vom Fachmann unter die Arme greifen zu lassen. Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie jemanden, der sich wirklich mit der Materie auskennt, die gesamte Immobilie besichtigen. Sie können der Person dann zeigen, wo Sie sich eine Erweiterung der Schließanlage wünschen und wie viele Türen insgesamt mit zusätzlichen Schließungen ausgestattet werden sollen. Dabei gilt offensichtlich: Je komplexer der Aufbau des Gebäudes und damit die Schließanlage, desto aufwendiger wird es, die Schließung zu erweitern (und desto höher fallen am Ende auch die Kosten aus).

Ob Sie eine bestehende Schließanlage überhaupt erweitern können, hängt nicht zuletzt auch vom Material ab: Insbesondere sehr alte Schließanlagen werden vom ursprünglichen Hersteller vielleicht gar nicht mehr bereitgestellt, da sie vielleicht Sicherheitsmängel aufweisen. Fehlt das Material, können Sie auch keine Erweiterung vornehmen. Bevor Sie aufwendig planen und vielleicht schon Geld investieren, rufen Sie also am besten beim Hersteller an und erkundigen sich über die Möglichkeiten einer eventuellen Erweiterung.

Außerdem: Wie der Begriff schon sagt, handelt es sich um eine Erweiterung einer bestehenden Anlage. Das heißt, dass die Schließanlage prinzipiell unverändert bleibt. Sie können also aus einer Zentralschlossanlage, wie aus unserem Beispiel, nicht einfach eine Generalschlüsselanlage machen. Jede Erweiterung ist immer genau an das Schließsystem gebunden, das ohnehin bereits vorliegt. Eine Art „Mischbetrieb“ ist nicht möglich und wäre im Hinblick auf den Schließplan ohnehin verwirrend.

 

Schlüsselverlust Schließanlage

Eine große Angst stellt immer der Verlust von Schlüsseln, die zu einer Schließanlage gehören, dar. Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema „Schlüssel der Schließanlage verloren. Was tun?“  Reicht es aus Schlüssel und Zylinder zu tauschen oder muss gar die ganze Schließanlage gewechselt werden? Und wer trägt die Austauschkosten beim Schlüsselverlust der Schließanlage?

Wenn der Schlüssel zur Schließanlage verloren geht, drohen teure Konsequenzen

Mietshäuser, Büro- und Geschäftshäuser sind heute immer häufiger mit modernen Schließanlagen ausgestattet. Auf der einen Seite ist das für Mieter und Mitarbeiter praktisch. Alle Türen im Gebäude, zu deren Nutzung man berechtigt ist, können mit demselben Schlüssel geöffnet und verschlossen werden. Übervolle Schlüsselbunde und das lästige Suchen nach dem passenden Türöffner gehören damit der Vergangenheit an. Auf der anderen Seite ist mit solchen Schließanlagen aber auch eine erhöhte Verantwortung verbunden. Denn was geschieht, wenn man einen Schlüssel verliert und aus Sicherheitsgründen die gesamte Anlage erneuert werden muss?

Schlüssel für die Schließanlage verloren - Ein Ärgernis mit Folgen

Jahr für Jahr gehen in Deutschland insgesamt rund 800.000 Schlüssel verloren und erzeugen nach Expertenmeinung Kosten von fast 100 Millionen Euro. Und obwohl man den Hausschlüssel in aller Regel gut im Auge behält, kann es schnell dazu kommen, dass man ihn plötzlich vermisst. Meistens bemerkt man den Verlust erst dann, wenn man erfolglos versucht, die Türe zu öffnen. Dann beginnt das große Grübeln: Wo könnte man den Schlüssel verloren haben? Wann hat man den Schlüsselbund zuletzt in der Hand gehabt? Wo ist man in den letzten Stunden gewesen und kann es sein, dass man den Schlüssel auf einer Ladentheke, im Wartezimmer, im Taxi oder am Bankschalter hat liegen lassen?

Die meisten Menschen werden in dieser Situation zunächst die Stationen, an denen sie sich in den letzten Stunden aufgehalten haben, aufsuchen, um nach dem verlorenen Gegenstand zu suchen. Verläuft die Aktion erfolglos, dann beginnt man darüber nachzudenken, ob der Schlüssel vielleicht gestohlen worden sein könnte. Nun kommt zur Unbequemlichkeit der Situation noch Angst hinzu. Hat sich ein Krimineller den Schlüssel vielleicht trickreich angeeignet, um einen Einbruch vorzubereiten? Gleichzeitig muss man natürlich das Problem lösen, die eigene Wohnung überhaupt wieder betreten zu können. Weitere Bewohner oder ein bei Nachbarn oder Bekannten hinterlegter Schlüssel verschaffen einem zwar Zugang zum Domizil. Die sorgenvollen Gedanken über die künftige Sicherheit in den eigenen vier Wänden bleiben allerdings bestehen und so wird man nach Möglichkeit das betroffene Schloss kurzfristig austauschen lassen.

Problemfall Schließanlage: Eine kostspielige Angelegenheit

Der Verlust eines einzelnen Schlüssels ist bereits unangenehm genug. Doch wie stellt sich die Situation dar, wenn man einen Schlüssel verliert, der zu der Schließanlage eines Mietshauses oder eines Geschäftsgebäudes gehört? Hier ist man nicht alleine betroffen, sondern bringt gleichzeitig alle anderen Bewohner oder das Unternehmen in eine mehr als missliche Lage.

Wer den Schlüssel zu einer privaten Schließanlage verliert, bringt nicht nur sich selber, sondern auch sämtliche Nachbarn in Gefahr. Plötzlich könnte sich ein Fremder mit kriminellen Absichten Zugang zum Treppenhaus und zu Keller- und Nebenräumen verschaffen. Soll das damit verbundene Risiko beseitigt werden, hilft nur der komplette Austausch der gesamten Schließanlage. Bei gewerblichen Räumen sieht die Situation kaum anders aus. Der Besitzer des Gebäudes wird zu Recht größten Wert darauf legen, die Räumlichkeiten schnellstmöglich wieder umfassend zu sichern und daher auf einem vollständigen Austausch der Schließanlage bestehen.

Je nach Größe des Objektes und nach Anzahl der Mietparteien oder Mitarbeiter kann dies schnell mit Kosten im fünfstelligen Bereich verbunden sein. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nennt zum Beispiel einen konkreten Fall, in dem der Austausch aller Schlösser in einer Schule zusammen mit insgesamt 80 neuen Schlüsseln für Lehrer und Mitarbeiter Kosten in Höhe von 14.000 Euro ausgelöst hat. In manchen Fällen schützt eine Versicherung den Betroffenen vor den hohen Kosten. Je nach Vertragsbedingungen enthalten manche Hausrat- und Haftpflichtversicherungen eine Deckung für genau diesen Fall.

Erste Hilfe im Fall der Fälle: Jetzt nicht die Nerven verlieren

Wenn Sie feststellen, dass Ihnen der Schlüssel zu einer Schließanlage abhandengekommen ist, dann heißt es zuerst einmal, kühlen Kopf zu behalten. Denken Sie in aller Ruhe nach, wo Sie den Schlüssel verloren haben könnten. Gehen Sie Ihre letzten Wege rückwärts ab und bitten Sie Familienmitglieder oder Freunde, Ihnen bei der Suche zu helfen.

Stellt sich trotz aller Bemühungen heraus, dass Sie den Schlüssel nicht wiederfinden, dann sollten Sie umgehend den Vermieter über den Verlust informieren. Ein Blick in den Vertrag Ihrer Hausrat- oder Haftpflichtversicherung verrät Ihnen, ob Sie vor den entstehenden Kosten geschützt sind. In diesem Fall können Sie vorerst durchatmen. Wenn Sie allerdings über keinen Versicherungsschutz verfügen und selber die Schuld an dem Verlust tragen, dann werden Sie wahrscheinlich für die hohen Kosten aufkommen müssen, die mit dem Austausch der Schließanlage verbunden sind.

Für die Zukunft sollten Sie sich darüber informieren, ob die Versicherung eine entsprechende Erweiterung Ihrer Police anbietet. Viele Versicherer ermöglichen ihren Kunden, den bestehenden Vertrag gegen zusätzliche jährliche Kosten von 10 bis 15 Euro um den Schutz vor verlorenen Schlüsseln aufzustocken.

 

Austausch einer bestehenden Schließanlage

Gründe für den kompletten Austausch gibt es viele: Vielleicht sind Sie mit der Sicherheit alter Schließzylinder nicht einverstanden. Möglicherweise sind einige der Zylinder beschädigt und lassen sich nicht mehr reparieren. Ein Mieter hat einen wichtigen Zentralschlüssel verloren? Auch dann kommen Sie um den Austausch einer Anlage nicht herum.

Wir raten Ihnen in jedem Fall dazu, Qualität vor das Preis-Leistungs-Verhältnis zu stellen. Investieren Sie ruhig mehr, auch wenn der Qualitätsgewinn marginal ausfällt. Robuste Schließzylinder mit einem Aufbohrschutz beispielsweise sind nicht zwingend vorgeschrieben, aber sie erhöhen die Absicherung gegen Einbrecher deutlich.

Wie teuer der Austausch insgesamt wird, lässt sich im Voraus nicht beantworten. Wenn wir bei unserem Beispiel eines Mietshauses bleiben, hängt der Preis von der Anzahl der Schließzylinder für die Innentüren ab, dazu kommen die eventuell georderten Zylinder mit Aufbohrschutz, die Bereitstellung der Schlüssel für alle Einzelschließungen sowie die Zentralschließung und letztendlich der Einbau der Zylinder. Mit einem vierstelligen Betrag für ein typisches Mietshaus mit 10 bis 15 Parteien in einer größeren Stadt müssen Sie in jedem Fall rechnen. Noch einmal ermahnen wir Sie an dieser Stelle dazu, hier nicht jeden Euro zwei Mal umzudrehen. Lassen Sie diese Arbeiten nur von einem seriösen, erfahrenen Dienstleister mit gutem Ruf durchführen.

Welcher Schließanlage Sie den Vorzug geben, bleibt Ihnen überlassen:

  • In Mietshäusern und anderen, kleineren Objekten ist die Zentralschlossanlage die beste Wahl. Der Austausch der vorher bestehenden Schließanlage sollte dort nicht länger als einen Arbeitstag dauern. Auch in privaten Ein- oder Zweifamilienhäusern werden Sie nur wenig Zeit opfern müssen, damit der Schlüsseldienst die neuen Systeme installiert. Technisch gesehen handelt es sich um die einfachste und gleichzeitig kostengünstigste Variante, die aber oft vollkommen ausreicht
  • Hauptschlüsselanlagen als Austausch eignen sich überall dort, wo so viele Türen vorhanden sind, dass ansonsten ein typisches Schlüsselchaos droht. Bürogebäude und auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen zählen dazu. Mit dem Hauptschlüssel schließen Sie ausnahmslos alle Türen innerhalb der Anlage, während kleinere Schlüssel vielleicht alle Mitarbeiterbüros aufschließen, aber nicht die Eingangstüren und sensible Bereiche wie einen speziellen Raum für IT und Technik. Würden Sie hier auf eine gewöhnliche Zentralschlossanlage setzen, hätten Sie unzählige Schlüssel für die diversen Türen an Ihrem Schlüsselbund. Durch einen Hauptschlüssel bleibt die Übersicht erhalten.
  • Komplexer und noch einmal deutlich teurer fällt eine General-Hauptschlüsselanlage aus: Dort lassen sich Schlüssel in Gruppen zusammenfassen, die Zugang zu bestimmten Bereichen bieten (wie vielleicht alle Türen auf einem bestimmten Stockwerk eines Hotels). Nur der Generalschlüssel kann wirklich jede Tür öffnen. In großen Gebäuden erreichen diese Schlossanlagen eine unglaubliche Komplexität, die auch im Schließplan sofort zu erkennen ist. Für die meisten Einsatzzwecke ist eine General-Hauptschlüsselanlage daher überdimensioniert.

Der komplette Austausch einer Schließanlage sollte vor allem aus Sicherheitsbedenken oder aus Gründen des Komforts erfolgen. Unzählige Schlüssel an einem einzigen Schlüsselbund in Unternehmen sind nicht mehr zeitgemäß. Eine Hauptschlüsselanlage ist dann die richtige Investition. Bedenken Sie außerdem: Egal, wie teuer der Austausch der bestehenden Schließanlage auch werden wird – die Kosten bei einem Einbruch werden noch einmal deutlich darüber liegen.

Wenn Sie Hilfe bei Ihrer Entscheidung benötigen, sollten Sie uns am besten einfach kontaktieren. Wir beraten Sie unverbindlich und informieren Sie über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Schließanlagen und wie Sie diese kostengünstig bei Ihnen installieren lassen können. Wir hoffen, Sie schon bald als geschätzten Kunden begrüßen zu dürfen!